Samstag, 30. Oktober 2010

Ein Stern und Sternstunden

Birgit aus meiner PW-Gruppe hatte die Idee für diesen schönen Stern, der wahlweise auch Nadelkissentauglich ist. Zugegebenermaßen ist das Nähen keine Ruck-Zuck-Angelegenheit, aber das Ergebnis macht den Zeitaufwand allemal wett und das kleine Projekt hat den Vorteil, dass ihr es überall mitnehmen könnt. Los geht's:


Der Stern wird nach der englischen Papiermethode, die ich hier als bekannt voraussetze, genäht, tolle Bücher dazu gibt es hier. Ihr benötigt 12 Papierrauten, die könnt ihr z.B. hier downloaden. Diese zieht ihr über Stoff und


näht die einzelnen Stoffrauten mit kleinen Überwendlichstichen zum Stern aneinander.
Sobald ihr 2 Sterne aus je 6 Rauten habt, beginnt das Zusammennähen der Sterne,


die ihr dafür rechts auf rechts legt.


Wieder erfolgt das Zusammennähen mit kleinen Überwendlichstichen. Beim vorletzten "Rautental" wird ein doppelt gelegtes dünnes Aufhängebändchen in das innere des Sterns (die rechte Seite) geschoben.



Auf der linken Seite seht ihr im unteren Bild die beiden Enden des Bändchens herausragen. Diese werden einfach beim Zusammennähen miterfasst und schon habt ihr eine fest sitzende Aufhängung.



Sobald nur noch 2 Rautenseiten geöffnet sind,



werden alle Papierschablonen vorsichtig aus dem Stoff gezogen. Da ich nach Liesels Methode nähe, verbleiben die Fäden auf der Rückseite und geben gerade beim weiteren Zusammennähen des Sterns Halt.


Dieser wird anschließend gewendet, eventuell könnt ihr vorher die "Näschen"(die Nahtzugaben) an den Spitzen vorsichtig zurückschneiden, damit die gewendeten Spitzen auch als solche erkennbar sind. Diese kann man auch mit Hilfe einer nicht zu dicken Häkelnadel von innen ein bisschen mehr herausarbeiten. Danach wird der Stern mit Zauberwatte gefüllt.

Das weitere Zusammennähen ist ein wenig "tricky", weil ja die Schablonen bereits entferntwurden. Zur Erleichterung wird zunächst eine der noch offenen Seiten mit Nadeln fixiert und zugenäht. Dann prüft noch einmal nach, ob sich im Innern des Sterns auch überall genug und gleichmäßig verteilt Watte befindet und füllt ggfls. noch etwas nach. Steckt die letzte offene Seite mit Nadeln fest und näht sie zu.



Fertig ist ein kleiner feiner Stern! Wem das zu aufwädig ist, dem sei stimmungsvolle dieser Papierstern empfohlen ;-)


Und jetzt zu den Sternstunden - Sternstunde Nr.1 hatte ich, als ich im Laufe dieser Woche von der lieben Claudia aus München dieses ganz besondere Buch bekam. Besonders deshalb, weil es noch gar nicht veröffentlicht ist, sozusagen nicht existent, zumindest auf dem Büchermarkt, denn "Die verborgene Sprache der Blumen" von Vanessa Diffenbaugh wird erst im Frühjahr 2011 bei Droemer erscheinen, aber ich darf es jetzt schon lesen!!! Der Roman handelt von der 18-jährigen Victoria, die als Säugling einfach ausgesetzt worden ist, nie erfolgreich in eine Familie vermittelt werden konnte und eine ganz besondere Affinität zu Pflanzen entwickelt. Ich bin schon total gespannt, wie sich Victorias Leben nach ihrer Volljährigkeit weiter entwickelt, glaubt mir, so ein unveröffentlichtes Manuskript zu lesen, ist noch einmal ein ganz besonderes Erlebnis!
Vielen herzlichen Dank, liebe Claudia, für dieses tolle Geschenk, das ich sehr zu schätzen weiß!



Sternstunde Nr.2 war dann heute, als das wunderschöne Utensilo, das Hanna zu ihrem Bloggeburtstag verlost hatte, in der Post lag. Ist es nicht toll!!!???



So sieht sein Innenleben aus, und, liebe Hanna, mir gefallen die Stoffe sehr, ganz österreichisch erinnern sie mich jetzt immer an unsere ganz besondere Blogfreundschaft, und nicht nur dafür bedanke ich mich ganz herzlich ;-)

Ganz zum Schluss noch ein Tipp für alle lesewütigen Kölnerinnen. Der Roman "Überm Rauschen" von Norbert Scheuer ist in diesem Jahr für die Aktion des Kölner Stadt-Anzeiger "Ein Buch für die Stadt" ausgewählt worden. Rund um diesen Roman wird es 14 Tage lang Berichte im Kölner Stadt-Anzeiger und viele Leseaktionen in Köln und Umgebung geben. Ich kaufe mir eigentlich immer das jeweilige Buch für die Stadt und habe so schon einige interessante Romane gelesen, die ich sonst nie kennen gelernt hätte. "Überm Rauschen" erzählt von einer Jugend in der Eifel und die liegt bekanntlich "fast" vor den Toren Kölns, weshalb ich mich noch mehr auf diese Lektüre freue. Vielleicht hat die eine oder andere von euch Lust bekommen, sich mit mir über das Buch auszutauschen - wie wär's? Sozusagen als "Read Along" ;-)


Sonntag, 24. Oktober 2010

Zum Wochenstart

Viel gibt es nicht zu berichten, wenn man einmal davon absieht, dass ich in der vergangenen Woche ausschließlich damit beschäftigt war, Gardinen für die Studentenwohnung meines Ältesten zu nähen. Die sind jetzt wenigstens in trockenen Tüchern bzw. auf dem Weg nach Berlin, und ich habe wieder mehr Zeit, mich den quiltigen Dingen des Lebens zu widmen ;-)
Ein Top ist aber dennoch fertig geworden, nämlich das vom Fat-Quaterly Quilt Along, aber fehlt m.M. nach noch eine breiter unifarbener Rand, damit das Ganze etwas ruhiger wirkt!



Bei der Lektüre, die ich euch heute vorstelle, fehlt überhaupt nichts, dieses Buch ist laut Washington Post "berauschend", USA Today fand es "grandios" und der Boston Globe befand: "Ein kleines Wunder". Ich finde, dass von Robert Goolrick's Roman, "Eine Verlässliche Frau", eine unglaubliche Sogwirkung ausgeht, was natürlich daran liegt, dass Catherine Land, die der nicht mehr ganz so junge, aber steinreiche Geschäftsmann, Ralph Truitt, im Jahr 1907 auf eine Annonce hin kennenlernt und heiratet, alles andere als "verlässlich" ist. Die bildschöne Catherine ist vielmehr eine Frau mit Vergangenheit und hat nichts anderes im Sinn, als ihren Gatten zu beerben, was bedeutet, ihn zuvor töten zu müssen, aber auch Ralph ist alles andere, als ein unbeschriebenes Blatt...Hier gibt es noch ein paar mehr Infos, und ich hoffe, dass man in München dieses Buch noch nicht gelesen hat ;-)



Themenwechsel: Ein heißer Tipp für Strickwütige, dieses Buch, das wirkliche keine Frage rund ums Stricken unbeantwortet lässt, gibt es derzeit für unschlagbare 7,95 EUR bei Weltbild. Selbst diese schrecklichen verkürzten Reihen sind darin so anschaulich erklärt, dass sogar ich sie danach stricken konnte, was einiges heißen will *LOL*


Mittwoch, 20. Oktober 2010

Spider-Web-Blöcke

Ist das nicht der Wahnsinn??? Das sind meine ersten Spider-Web-Blöcke, die ich mir im Rahmen der Blockzeit von den anderen Blockzeitlerinnen gewünscht hatte. Dicke Tüten mit Webkanten hatte ich dazu verschickt, denn ich wollte keine "normalen" Spiderweb-Blöcke sondern solche aus Webkanten. Unten seht ihr meine bisherige Ausbeute, ein Block schöner als der andere. Im Uhrzeigersinn sind die ersten 4 Blöcke oben links von Britta, gefolgt von Brigittes Spider-Webs. Darunter seht ihr Beas 4 Blöcke und links daneben die 4 von Gisela. Ich bin hin und weg, Mädels, das wird ein ganz toller Quilt!!! Vielen herzlichen Dank für eure Blöcke, die nochmal schöner sind, als ich sie mir erträumt habe :-)))))



Von Brigitte und Bea gab es sogar noch je 2 Bonusdreiecke, die ich auch noch zu einem Block vernähen werde. Alle Blöcke waren mit lieben Zeilen versehen, oben links die Karte von Brigitte, oben rechts die Jeans-AMC von Britta, darunter die "Recycling-AMC" von Bea (sie hat dazu etwas Nettes auf ihrem Blog gepostet ;-) und links daneben das Webkantenblümchen von Gisela.
Ihr seid wirklich klasse und habt dafür gesorgt, dass ich gleich viermal hintereinander dachte, es wäre bereits Weihnachten *LOL*


Schaut mal, was sich Bea noch zusätzlich hat einfallen lassen!



Personalisierte Webkanten, auch eine tolle Idee!!!


Und für alle, die jetzt Blut geleckt haben und am Liebsten sofort Spider-Web-Blöcke aus Webkanten nachnähen möchten, hier die Links zu dem Spider-Web-Tutorial und einem Tutorial, das beschreibt, wie man die Webkanten aneinander näht, witzigerweise ebenfalls an Hand eines Spider-Web-Blocks.


Und wer es sich einfach nur mit Wohlfühl-Lektüre im Lieblingssessel gemütlich machen will, dem sei die neue Landlust ans Herz gelegt - einfach nur schön, von der ersten bis zur letzten Seite!

Sonntag, 17. Oktober 2010

Blöcke, Blöcke und ein Buch

Melde Vollzug: Meine "Upside Down Cat"-Blöcke, die sich Frauke von der Blockzeit von uns Blockzeitlerinnen gewünscht hatte, sind fertig! Die oberen beiden Blöcke sind aus Fraukes Stoffen und leider war der links außen liegende Print zu schmal zugeschnitten, weshalb ich zu Fraukes blauem Uni als Kontrast einen schwarzen Tigerprint aus meinem Stash gewählt habe. Die äüßeren Blöcke der unteren Reihe sind dann wieder komplett aus meinen Stoffen, ich hoffe, Frauke freut sich über ein paar Bonuskätzchen ;-)


Nach all dem Drunter und Drüber mit den Katzen, habe ich mich ganz entspannt meinem neuesten Projekt gewidmet, dem Country Fair Quilt BOM, den es seit diesem Monat bei Roswitha gibt. Ich suchte noch ein Projekt, das sich locker einfach so nebenher ohne großen Aufwand nähen lässt, und da kam mir dieser BOM wie gerufen. Wer Roswitha kennt, weiß, dass sie die Spezialistin in Sachen "Country" ist, ihre Stoffe sind immer wunderbar aufeinander abgestimmt, reichlichst bemessen und ihre Anleitungen narrensicher. Ich freue mich schon auf die nächsten beiden Blöcke und bin gespannt, wie's weiter geht! Übrigens, Roswitha hat auch einen schönen Blog!


Zu guter letzt noch ein Buchtipp für alle, die mal wieder richtig laut und herzhaft beim Lesen lachen wollen - hier ist eure Wunschlektüre: Jonathan Troppers "Sieben verdammt lange Tage".
Dabei ist dieser Roman aber überhaupt keine "Spaßlektüre", aber die Art und Weise, wie der Autor Katastrophen des Lebens in Worte kleidet ist teilweise so skurril und komisch, dass es einem die Lachtränen in die Augen treibt. Es geht um Judd Foxman, der just in dem Moment vom Tod seines Vaters erfährt, als er seine Ehefrau inflagranti mit seinem Boss im Ehebett (!!!) erwischt. Der arme Kerl muss sich gemäß jüdischen Brauchs zur 7-tägigen Trauersitzung in sein
Elternhaus aufmachen, wo er sich neben seiner exaltierten Mutter zusätzlich noch mit seinen Geschwistern, die er eigentlich nicht auszustehen glaubt, auseinandersetzen muss. Aber während dieser sieben verdammt langen Tage macht Judd die Erfahrung, dass Blut immer noch dicker als Wasser ist, sich die Trümmer eines Lebens manchmal wieder aufbauen lassen, Eltern
auch einmal ein Liebespaar waren und die Welt sich im Grunde genommen immer wieder nur um dieselben Dinge dreht. Hier findet ihr eine Rezension zum Buch.

Freitag, 15. Oktober 2010

Upside Down Cat Block

Ja, wie geht das denn? Frauke von der Blockzeit wünschte sich von uns diesen "Oben-Wie-Unten-Katzen-Block" mit vorgegebenen Wunschmaßen und einem Bild zur Inspiration. Nachdem ich mir mehrmals den Kopf verrenkt habe und immer noch nicht wusste, wie denn nun der Block genäht wird, habe ich mit eigenen Stoffen ein Probeblöckchen genäht, sozusagen für mich als narrensichere Anleitung und für alle Katzenfans zum Mitnehmen ;-)


Ich habe natürlich mit Fraukes Maßen genäht. Dazu benötigt ihr pro Block 2 kontrastierende Stoffe, von denen ihr jeweils folgendes zuschneidet:
Je ein Rechteck 10,5 x 22,5 cm
Je ein Rechteck 10,5 x 16,5 cm
Je 3 Quadrate 4,5cm
Je 2 Streifen 4,5 x 37,5cm
Ausgelegt sieht der Block dann wie unten aus, wobei ich zur besseren Übersicht die Quadrate links auf links zu Dreiecken gebügelt und in ihre Endposition gelegt habe.

Hier seht ihr die Quadrate geöffnet und bereits markiert sowie festgesteckt. Diese werden über die markierte Diagonale an die Rechtecke genäht.


Anschließend schneidet ihr den unteren Teil der Dreiecke unter Berücksichtigung einer NZG ab.


Dann werden zunächst die oberen und unteren Rechtecke und dann die mittleren Katzenkörper zusammen genäht.



Zum Schluss die äußeren Streifen annähen und fertig ist euer "Upside Down Cat Block", der dann so



oder so aussieht...Miau und viel Spaß beim Nähen!!!


Mittwoch, 13. Oktober 2010

Zurück vom Pilgern

Ja, so ist das, kaum hat man seinen Rucksack gepackt, heißt es auch schon wieder Abschied nehmen vom Pilgern. Aber viele schöne Erinnerungen habe ich in meinem Gepäck mit nach Hause gebracht. Einige teile ich gerne mit euch!


Diesmal ging es von Eschlkam nach Regensburg auf dem ostbayerischen Jakobsweg, über Berge und Täler, weshalb man schon recht gut zu Fuß sein musste ;-)


Die allgegenwärtige Jakobsmuschel wies uns den Weg,

und so manches Mal grüßte der Heilige Jakobus persönlich am Wegesrand, als hätte er geahnt, dass wir ab und an etwas Beistand von oben benötigten!


Teilweise kam der sogar von Engeln, was konnte denn da noch schief gehen?


Der Weg ist immer das Ziel, und irgendwann werde auch ich in Santiago de Compostella ankommen.



Bis dahin gibt es aber noch so viele Dinge auf dem deutschen Jakobsweg zu entdecken, wie hier eine fast 400 Jahre alte Friedenslinde auf dem Pilgramsberg.

Diese zauberhaften Emailleschilder dienten früher in den Kirchen sozusagen als Platzreservierung, damit es keinen Stress beim Beten gab ;-)



Gestickte Danksagung im Eingang einer Kirche, extra für die Stickerinnen unter euch photographiert!


Von diesem Pilz sollte man immer die Finger lassen, aber schön ist er trotzdem!



Kennt ihr die Geschichte der Totenbretter, in Bayern Totenbrettl genannt? Es wird erzählt, dass
die Verstorbenen in früheren Zeiten nicht in einen Sarg, sondern in Tuch gehüllt auf einem Totenbrett, ähnlich wie auf dem unteren Bild zu sehen, beerdigt wurden. Daher sagt man auch heute noch anstelle von versterben dass einer "über's Brettl gerutscht" ist. Sobald die zum Gedenken an einen Verstorbenen aufgestellten Totenbretter vollständig verwittert sind, soll auch die Seele im Himmel angekommen sein!


In der Walhalla an der Donau bei Regensburg werden berühmte Verstorbene, wie z.B. Heinrich Heine oder Sophie Scholl mit einer Büste geehrt. Das Photo habe ich an unserem letzten Tagaufgenommen, als wir ausnahmsweise einmal nicht zu Fuß sondern mit einem Schiff auf der Donau nach Regensburg unterwegs waren.



Regensburg war dann auch unser Ziel, und als wir am Sonntag im Dom bei einem Gottesdienst die weltberühmten Regensburger Domspatzen erleben durften, waren alle Mühen und müden Füße vergessen und die Gedanken nicht nur frei sondern auch schon via fernere Ziele unterwegs.



Ich freue mich, wieder bei euch zu sein und bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich für all eure lieben Kommentare zu meinem "Vorpilger-Post". Sie haben mir bei meiner Rückkehr das Herz gewärmt und mir das Gefühl gegeben, auch bei euch eine Heimat zu haben - DANKE!!!

Samstag, 2. Oktober 2010

Jetzt geht's los

Auf zu neuen Pilgertouren, wieder auf dem bayerischen Jakobsweg, da gibt's noch so viel zu sehen und vielleicht lockt dann eines Tages auch Santiago de Compostela. Ich habe mit diesem Veranstalter beste Erfahrungen gemacht, allein der jedes Jahr im November neu erscheinende Katalog ist ein Gedicht ;-) Mein Büggel ist gepackt und viel mehr als ..."ich bin dann mal weg..." fällt mir momentan nicht ein ;-)


Nur das eine will ich euch noch zeigen: Von Brigitte bekam ich eine zu 100% kalorienfreie Pralinenschachtel, so jedenfalls nenne ich diese verführerischen kleinen Boxen von Moda, die Brigitte in ihrem Shop führt.



Einfach unwiderstehlich - was hab ich mich gefreut :-)))) Zum Pilgern nehm ich die aber nicht mit, auch wenn's schwer fällt *LOL* Macht es gut alle miteinander - man sieht sich!

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